BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Fraktion Berlin-Lichtenberg

Lichtenberger Spielplätze

DREI FRAGEN AN Philipp Ahrens und Filiz Keküllüoğlu‬

30.06.26 –

Philipp, bei den Haushaltsverhandlungen habt ihr euch immer wieder für Spielplätze eingesetzt. Warum macht ihr das und was konntet ihr erreichen?

Spielplätze, Parks und Grünanlagen sind ganz wichtige Orte für unseren Bezirk. Hier findet Natur Platz, aber natürlich auch wir Menschen. Sie sind Orte der Erholung, der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Für Kinder sind gut ausgestattete und sichere Spielplätze unverzichtbar, für Familien wichtige Treffpunkte im Alltag. Gerade alle, die keinen Balkon oder keinen eigenen Garten haben, sind nochmal stärker auf attraktive öffentliche Grünflächen angewiesen. Hier sieht man wieder mal gut, wie ökologische und soziale Fragen verknüpft sind und deswegen ist uns das Thema Parks und Spielplätze auch so wichtig.

Bei den Verhandlungen für den Haushalt 2024/2025 konnten wir zusätzliches Geld für die Grünflächenpflege, darunter fallen auch Spielplätze, organisieren. Beim Haushalt für 2026/2027 gab es allerdings massive Einschnitte: ein Viertel der Gelder wurden damals von CDU und SPD gekürzt. Für uns war auch das ein Grund, dem Haushalt nicht zuzustimmen.
 

Filiz, welche Schwerpunkte setzt du bei der Weiterentwicklung von Spielplätzen in unserem Bezirk? Mittlerweile haben wir ja über 160!

Mir ist besonders wichtig, dass Spielplätze Orte für alle Kinder sind. Deshalb achten wir bei Neu- und Umgestaltungen auf Inklusion. Kinder mit und ohne Behinderung sollen möglichst gemeinsam spielen, sich bewegen und Neues entdecken können. Wir haben schon viel erreicht, aber wir haben noch viel vor, um tatsächlich Inklusion gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen wir unsere Spielplätze an die Folgen des Klimawandels anpassen: Heiße Sommer machen ausreichenden Sonnenschutz unverzichtbar. Deshalb setzen wir auf zusätzliche Bäume und Sonnensegel. Gerade Sonnensegel schaffen sofort Schatten und erhöhen die Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien deutlich.

Filiz, worauf bist du bei der Entwicklung der Lichtenberger Spielplätze richtig stolz?

Ich freue mich besonders darüber, dass Lichtenberg bei der Ausstattung von Spielplätzen mit Sonnensegeln eine Vorreiterrolle übernommen hat. Gemeinsam mit dem Fachamt konnten wir hierfür EU-Fördermittel nutzen und berlinweit Maßstäbe setzen. Aber am schönsten sind für mich die Einweihungen neuer Spielplätze. Es ist inzwischen eine kleine Tradition geworden, gemeinsam mit den Kindern die neue Rutsche einzuweihen. Die Kinder sind schließlich die eigentlichen Expert*innen. Wenn sie anschließend ihre „Spielplatz-Profi“-Medaille erhalten und mit einem Lächeln nach Hause gehen, zeigt das, wie wichtig diese Investitionen für unseren Bezirk sind.

Okay, zu dem Thema gibt es dieses Mal eine extra Frage: Verratet ihr uns, was eure Lieblingsspielplätze sind – habt ihr Tipps?

Filiz: Ich mag den Wilhelm-Guddorf-Spieplatz, weil es ein Wasserspielplatz ist. Der in der Huronseestraße ist ziemlich cool mit dem Fast Loop, der am Eriseering hat ein Baumhaus, da haben wir auch viel entsiegelt. Beim Spielplatz am Seepark haben wir den Spielplatz verdreifacht und der in der Parkstadt Karlshorst haben wir eine tolle Kletterwand – aber am Ende ist es wichtig, dass alle Spielplätze gepflegt und sicher sind, überall in unserem Bezirk!

Philipp: Als Mitglied der Spielplatzkommission kann ich auf Plänen immer vorher schon sehen, was dann irgendwann auch die Kinder in ihrer Nachbarschaft sehen können und ich bin immer wieder beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiter*innen, die unsere Spielplätze planen. Da merkt man manchmal auch, dass die Erwachsenen richtig Spaß hatten und sich kreativ ausgetobt haben mit tollen Ideen. Oft sind auch Kinder direkt eingebunden und können Ideen für die Planung einbringen. Ich finde das ist insgesamt ein schöner Prozess und macht dann auch jeden Spielplatz im Bezirk besonders. Meine Empfehlung ist also: geht raus, nutzt die Spielplätze und habt Spaß!

 

++++++++ Dieses Interview ist usprünglich in unserem Newsletter im Juni 2026 erschienen. Immer auf dem Laufenden bleiben? Hier geht's zum Newsletter-Abo. ++++++++ 

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Artikel | Klimaschutz, Umwelt, Grünflächen | Kultur, Bildung, Schule, Sport | Wohnen und Stadtentwicklung

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