BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüne Fraktion Berlin-Lichtenberg

gemeinsamer Dringlichkeitsantrag mit der CDU und SPD Fraktion

Eine freie Schule im Wohnhaus

17.12.25 –

Aktueller Stand: DS/1880/IX

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, die Bemühungen des Trägers der freien Schule Campus Hedwig, einen neuen zeitweiligen Interimsstandort in der Frankfurter Allee 218 für den Unterricht zu finden, um die weitere Beschulung der Kinder in ihrer gewohnten Schulgemeinschaft sicherzustellen, zu unterstützen.

Dabei soll mit dem Träger als strategisches Ziel die Schaffung des ursprünglich beantragten Standortes an der Hedwigstraße verabredet werden, für welche die aktuelle Situation nur ein Übergang sein soll.

Neben der zeitnahen gemeinsamen Klärung der noch offenen Fragen zwischen dem Bezirksamt und dem Träger, wie die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für einen sicheren Schulweg oder der Nutzung der Grünflächen des Nachbargrundstückes als geeigneter, kindergerechter Schulhof, wird das Bezirksamt zudem ersucht, für den Schulbetrieb am Interimsstandort im Wohnhaus LIESE mit dem Träger eine wissenschaftliche Begleitung zu verabreden, deren Resultate dem Bezirk im Sinne der Mehrfachnutzung von Flächen in der wachsenden Stadt zur Verfügung gestellt werden sollten.

 

Begründung:

Seit Monaten wird nunmehr über die Unterbringung der freien Schule Campus Hedwig diskutiert, welche aufgrund der Marktumstände noch nicht gebaut wurde. Mit der Gründung der Schule schafft der Träger SozDia dennoch eine Möglichkeit, bislang 72 Kinder außerhalb der angespannten Grundschulsituation des Bezirkes unter Anwendung eines abgestimmten pädagogischen Konzeptes zu unterrichten. Die bisherige Auslagerung des Unterrichts in den Kirchgarten an der Möllendorffstraße stellt für die Schule sicher Herausforderungen dar, welche innerhalb des Trägers mit der Schulgemeinschaft pragmatisch gelöst werden.

Ein Umzug in die Gewerbeflächen des Wohnhauses LIESE, wie nunmehr avisiert, birgt ebenso Herausforderungen, welche vom Träger jedoch bereits bedacht wurden und dem Unterricht am Standort nicht grundsätzlich entgegenstehen. Vor dem Hintergrund der Diskussion um Mehrfachnutzung von Flächen und auch deren variablen Einsatz könnte es auch für den Bezirk ein interessantes Pilotprojekt sein, hier einen kleinen Schulstandort zu etablieren und dies wissenschaftlich begleiten zu lassen.

 

Begründung der Dringlichkeit:

Das Anliegen wurde im Ausschuss für Ökologische Stadtentwicklung, Mieter:innenschutz und Facility Management in zwei Sitzungen beraten, um überhaupt erklärt werden zur können. Erst in der Sitzung vom 11.12.2025 konnte der Träger die Situation des Interimsstandortes darlegen, welche sich zwei Wochen zuvor nach Darstellung des Bezirksamtes für die Bezirksverordneten noch anders darstellte - eine Weiterführung des Standortes an der Möllendorffstraße ist nicht möglich. Ein weiteres Zuwarten mit dem Anliegen ist schon deshalb nicht sinnvoll, weil die Nutzung des aktuellen Standortes am 31.12.2025 endet, das Bezirksamt aber gleichwohl nach einiger Diskussion die Kommunikation endlich aufgenommen hat. Um den Faktor einer wissenschaftlichen Begleitung in die Kommunikation aufzunehmen, sollte eine abschließende Beratung des Antrages noch im Dezember 2025 erfolgen, da sonst eine rein baurechtliche Bewertung stattfindet und der nachhaltige Effekt der wissenschaftlichen Begleitung möglicherweise untergehen könnte.

Kategorie

Antrag | Kultur, Bildung, Schule, Sport

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